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Trainingslager-Special: Ernüchternde Eindrücke aus Peking |
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Geschrieben von Viktoria Franke
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Donnerstag, 28.08.2008 |
Die Olympischen Spiele in Peking sind schon längst
vorbei...und doch noch in aller Munde. Vor allem seit Raphael Poirée im
Biathlon-Stadion von Obertilliach zugegen ist. Während bei den Deutschen der
Fernseher nahezu durchgängig lief, Trainingseinheiten für Entscheidungen wie
den 200m-Sprint unterbrochen wurden und die Russen extra ihr Quartier
wechselten, um Olympia schauen zu können, hat der Franzose eine ganz andere
Perspektive zu bieten.
„Warst Du zufällig in Peking?“ stellt er mitten im Training
die Frage. Verneinung. „Ich war da!“ grinst er und arbeitet erstmal weiter.
Stundenlang hat man die Entscheidungen vor dem Fernseher verfolgt und sich
gefragt, wie es wohl vor Ort war und das soll es nun gewesen sein? Ein „Ich war
da!“?
Keineswegs. „Wow, es war alles so riesig. So unfassbar groß.
Nicht nur China, sondern das ganze Event.“, schüttelt Poirée den Kopf. „Ich war
fünf Tage lang da, das mag nicht lange klingen, aber es war genug.“ Zu viele
Eindrücke, zu viel Trara. „Zudem war ich mit Vertretern aus Wirtschaft und
Politik dort, also war alles sehr vornehm. Das ist eigentlich gar nicht mein
Ding.“ Er schaut in die Runde und betrachtet das Biathlon-Stadion, das an
diesem Nachmittag nur wenig Besucher heimsuchen. „Sowas hier taugt mir eher.“,
grinst er erneut.
„Aber dennoch. Es war ein Ehre und ein unvergessliches
Erlebnis.“ ... na wenigstens etwas. Das werden sich wohl vor allem die Russen
denken, die ewig dankbar sein werden, dass sie noch ein Hotel mit ordentlichem
TV-Anschluss gefunden haben....
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Letzte Aktualisierung ( Montag, 03.11.2008 )
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