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Trainingslager-Special: Juliane Döll und Anne Preussler im Interview |
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Geschrieben von Biathlon-Online
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Donnerstag, 21. August 2008 |
Während des Biathlon-Weltcup-Zyklus interessieren im Endeffekt
immer wieder die gleichen Fragen: Nach der Form, dem Gefühl, den Zielen, dem
Ergebnis. In Obertilliach sollte es uns jedoch einmal nicht um die typischen Wettkampf-
oder Saison-Vorbereitungs-Fragen gehen, sondern wir wollten die Biathleten querbeet
nach Sachen fragen, die mit der Vorbereitung und der Leistung überhaupt nichts
zu tun haben. Nach dem Zimmer Henkel-Beck folgen heute Anne Preussler und Juliane Döll.
Vorhin hat das Team als Trainingsunterbrechung den 200m-Lauf der
Herren geschaut - verfolgt ihr Olympia in Peking auch auf dem Zimmer so
intensiv?
Juliane Döll: Also, es läuft
ständig: Vor dem Frühstück, nach dem Frühstück, zwischendrin. Wir verfolgen Olympia schon, aber auch nichts spezielles. Wobei Abends...
Anne Preussler: Stimmt, Abends ist es gut,
wenn mal was anderes läuft. Den ganzen Tag Olympia muss auch nicht sein.
Wenn ihr Sommersportler wärt, welche Sportart würde Euch am ehesten
zusagen?
AP: Also, ich bin so ein
bissel ein Radfreak. Egal ob Rennrad oder Mountainbike, das mach ich beides
wirklich gern. Das wäre dann auch der Sommersport, der mir am ehesten zusagen
würde!
JD: Bei mir wäre es wohl eher
das Laufen. Ich guck es auch gern und hätte es sicher gern auch mal selbst
gemacht. Aber jetzt so vorm Fernseher ist es nicht so, dass ich irgendwelche
Sportler kenne und da große Favoriten habe.
Wie lang seid ihr schon zusammen auf dem Zimmer?
JD: Im Prinzip erst seit
Ibiza.
AP: Ja,
eigentlich erst seit dieser Saison...
Gibt es da bereits Sachen, bei denen man sich aufeinander einspielt?
AP: Das ist schwierig, weil es
ist ja erst das dritte Mal, das wir zusammen wohnen...
JD: Stimmt, Ibiza, dann
Sommerleistungskontrolle und hier. Aber dennoch, bisher haben wir keine
größeren Probleme.
AP: Also, von Jule kann ich
sagen: Sie ist pflegeleicht!
JD: (lacht) Das beruht auf Gegenseitigkeit!
Bei uns passt es einfach - das fängt schon beim Aufstehen an...
AP: ...oder bei der Mittagsruhe
JD: ...bis hin zum
Schlafengehen. Aber man muss ja auch sagen, dass es für uns nichts ganz neues
ist. Wir kannten uns ja schon, bevor wir zusammen aufs Zimmer sind. Durch die
Wettkampfsaison im Winter ist es nichts neues.
Die Zeiteinteilung - kann die bei einigen Mitbewohnern zum Problem
werden?
AP: Ja schon irgendwie...es
gibt eben andere, die extrem spät oder extrem zeitig ins Bett gehen. Wenn man
da zusammen auf dem Zimmer ist, wird es schwierig. Bei uns passt das super, wir
stehen früh zur gleichen Zeit auf, machen Mittagsruhe und gehen aber auch
Abends zur gleichen Zeit ins Bett.
Wie nutzt ihr die freie Zeit, die ihr auf Lehrgängen habt?
AP: Viel Freizeit ist es ja
leider nicht, man hat immer viel zu tun. Aber sonst legt man sich halt mal hin,
quatscht, geht in die Sauna oder trifft sich zum Kuchen essen.
JD: Selbst an Ruhetagen hat
man wenig Zeit: Man frühstückt später, legt mal die Füße hoch oder genießt das
volle Massageprogramm.
Seid ihr bei Euch in der Familie die einzigen die Sport machen?
JD: Also, jetzt im Moment gibt
es bei mir in der Familie keinen, der Sport macht. Meine Eltern waren früher
immer sportlich unterwegs, aber nicht professionell oder an einer Sportschule.
Ich bin einfach so über Schule, Spiel und Spaß dazu gekommen. Peu a peu wurde
es mehr und plötzlich war man im Leistungssport drin.
AP: Ich bin auch die Einzige,
die Sport macht. Gut, mein Onkel und mein Vater haben früher in jungen Jahren
beide Biathlon gemacht. Mein Vater macht aber noch immer Volksskiläufe mit, sei
das jetzt Engadin oder der Vasa-Lauf. Meine Mutter oder meine drei Schwestern
machen nichts. Es reicht ja auch eine Leistungssportverrückte in der Familie!
JD: Dafür sind sie aber umso begeisterter
vorm Fernseher, oder? So ist das nämlich bei uns in der Familie, da läuft das
Sportprogramm in allen Variationen.
Wenn man plötzlich die Tochter im Fernsehen sieht, ist es ja sicher
kein schlechtes TV-Programm?
JD: Wobei, ich glaub, für die
Eltern ist das nicht unbedingt so schön. Was heißt nicht schön, eher
anstrengend!
AP: Stimmt, meine Mutter sitzt
davor und denkt: ‚Was muss sich das Kind jetzt wieder anstrengen, die Ärmste‘.
Sie kann da gar nicht hinschauen. Mein Vater ist da ganz anders und feuert eher
an à la: ‚Bissel schneller‘, ‚Komm los jetzt‘, usw.
JD: Ohja, Mütter sind so ganz
auf der Schiene: ‚Oh, lass es bitte gut gehen!‘ Bei mir zittern auch Schwester
und Mutter immer mit...
Teil 2 des Interviews folgt
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Letzte Aktualisierung ( Montag, 3. November 2008 )
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